Siebdruck auf Werbeartikeln:
So funktioniert das Druckverfahren.
Siebdruck einfach erklärt:
Was ist Siebdruck und wie läuft der Druckprozess ab?
Der Siebdruck gehört zu den bekanntesten Veredelungsverfahren für Werbeartikel und Textilien. Dabei wird die Farbe mithilfe eines feinmaschigen Siebs direkt auf die Oberfläche des Produkts übertragen.
Das Sieb ist ein Stück feines Gewebe, dass meistens aus Polyester besteht und über einen Rahmen gespannt wird. Beim eigentlichen Druck wird die Farbe mit einer Rakel über das Sieb gestrichen und durch die offenen Stellen des Gewebes auf die Oberfläche des Produkts gedrückt. Nach dem Druck wird die Farbe je nach eingesetztem Farbsystem getrocknet beziehungsweise ausgehärtet. Dadurch wird der Druck dauerhaft auf dem jeweiligen Material fixiert.
Die mögliche Anzahl Druckfarben hängt von der eingesetzten Siebdruckmaschine ab. Grössere Siebdruckkarusselle bieten bis zu 6-farben und sind heutzutage gängig, es gibt aber durchaus auch Maschinen, die lediglich einfarbige Drucke ermöglichen.
Bei Textilien sind sehr oft 6-farbige Siebdruckkaruselle im Einsatz. Bei Schreibgeräten hingegen sind eher 1 bis 2-farbige Maschinen üblich, oft aus technischen als auch kosteneffizienten Gründen.
Für jede Druckfarbe muss ein separates Sieb erstellt werden, was mit einem gewissen Aufwand verbunden ist. Daher steigen die Kosten mit der Anzahl der verwendeten Farben – einerseits durch die bei der Sieberstellung anfallenden Drucknebenkosten und andererseits, weil der eigentliche Druckprozess mehr Zeit und Farbe beansprucht. Bei vielfarbigen Motiven eignet sich das Verfahren besonders für grössere Stückzahlen.
Welche Faktoren beeinflussen die Kosten des Siebdrucks?
- Anzahl Druckfarben / Einrichtung des Siebs
- Stückzahl
- Druckpositionen
- Produkt
Je nach Produkt, Form und Material kommen unterschiedliche Varianten des Siebdrucks zum Einsatz. Textilien und Taschen werden im Textilsiebdruck veredelt, während sich der Flachsiebdruck für flache Produkte eignet. Für runde Artikel wie Trinkflaschen oder Schreibgeräte nutzt man den Rundum-Siebdruck. Beim Rundum-Siebdruck wird das Produkt während des Farbauftrags gedreht, sodass das Logo rundum aufgedruckt werden kann.
Der Siebdruck eignet sich für kräftige Farben und bietet zahlreiche Möglichkeiten für die Umsetzung Ihres Logos oder Designs.
Stärken und Grenzen:
Was spricht für Siebdruck – und was dagegen.
Siebdruck überzeugt durch eine hohe Druckqualität, kräftige Farben und eine sehr gute Deckkraft. Insbesondere bei Textilien ist Siebdruck langlebig und waschfest.
Sie haben ein klares Logo mit wenigen Farben und benötigen eine grössere Stückzahl? Dann ist Siebdruck eine passende Wahl. Bei Fotomotiven, Farbverläufen oder vielen verschiedenen Farben ist der Digitaldruck oft die passendere Lösung. Beim Siebdruck können zwar Farbverläufe dargestellt werden, jedoch sind diese aufgrund des Siebrasters nicht so fein gerastert wie es bei einem Digitaldruck möglich ist.
Siebdruck, Digitaldruck oder Tampondruck:
Welche Drucktechnik passt zu Ihrem Produkt?
| Siebdruck | Digitaldruck | Tampondruck | |
|---|---|---|---|
| Wenige Farben | ★★★ | ★ | ★★★ |
| Viele Farben | ★★ | ★★★ | ★★ |
| Farbverläufe / Farbmotive | ★ | ★★★ | × |
| Grosse Stückzahlen | ★★★ | ★★ | ★★★ |
| Druck nach Pantone | ★★★ | × | ★★★ |
| Beständigkeit | ★★★ | ★★ | ★★ |
| Unregelmässige Flächen * |
★
* ausser Rundum-Siebdruck
|
★
* ausser Rundum-Digitaldruck
|
★★★ |
Materialien im Überblick:
Welche eignen sich für den Siebdruck?
Eine grosse Stärke des Siebdrucks ist seine Vielseitigkeit.
Werbeartikel mit Siebdruck sieht man oft auf Textilien, doch auch zahlreiche Werbeartikel aus Kunststoff, Papier, Karton, Holz, Glas oder Metall können mit Siebdruck veredelt werden.
Ob Siebdruck auf Ihrem gewünschten Artikel möglich ist, hängt jedoch nicht nur vom Material ab. Auch Form, Oberfläche und verfügbare Druckfläche entscheiden darüber, welche Drucktechnik am besten geeignet ist.
Vielfältig einsetzbar:
Für welche Werbeartikel eignet sich Siebdruck?
Siebdruck eignet sich besonders für grössere Stückzahlen, klare Motive mit wenigen Farben sowie Produkte, bei denen eine hohe Deckkraft und langlebige Veredelung gefragt sind. Das Druckverfahren kann man bei sehr vielen Artikeln einsetzen.
Typische Werbeartikel für Siebdruck sind Textilien, (z.B. T-Shirts, Poloshirts, Caps, Baumwolltaschen etc.), Regenschirme, Trinkflaschen, Notizbücher und verschiedene Accessoires. Diese Produkte eignen sich, da sie meist ausreichend grosse und gut zugängliche Druckflächen bieten und die Farbe gut auf dem Material haftet.
Das Ergebnis im Fokus:
Wie sieht Siebdruck auf dem Produkt aus?
Klare Konturen, satte Farben und ein gleichmässiges Druckbild zeichnen den Siebdruck aus. Besonders Logos, Schriftzüge und Grafiken mit klar definierten Farbflächen, ohne Farbüberlagerungen oder starken Verläufen, lassen sich präzise und hochwertig umsetzen. Durch die gute Deckkraft kommen die Farben auch auf vielen dunklen oder farbigen Produkten sehr schön zur Geltung.
Ein weiterer Vorteil ist die Umsetzung definierter Pantone-Farben. Dadurch können beispielsweise Unternehmensfarben möglichst präzise wiedergegeben werden – ein wichtiger Punkt für einen einheitlichen Markenauftritt auf unterschiedlichen Werbeartikeln.
Deepdive Sieberstellung:
Wie wird eigentlich ein Sieb erstellt.
Was oben der Einfachheit halber nicht erwähnt wurde, wird in diesem Abschnitt noch genauer erläutert – die Erstellung des Siebs. Im ersten Schritt wird für jede Druckfarbe ein separater Film erstellt. Einen Film kann man sich wie eine transparente Folie vorstellen, auf der das jeweilige Druckmotiv lichtundurchlässig aufgedruckt wird. Wurden die Filme erstellt, kommt es erst zur Aufbereitung der Siebe. Das Sieb wird mit einer lichtempfindlichen Emulsion beschichtet, danach wird der Film auf dem vorbereiteten Sieb positioniert. Anschliessend kommt das Sieb in einen Belichtungsraum, wo es mit UV-Licht belichtet wird. Der Clou ist nun, dass die Emulsion überall dort aushärtet, wo das UV-Licht auf das Sieb trifft.
An den Stellen die durch das lichtundurchlässige Motiv auf dem Film abgedeckt sind, ist dies nicht der Fall. So wäscht man im Anschluss das Sieb mit Wasser aus, dabei löst sich die nicht ausgehärtete Emulsion und die dadurch offenen Poren bilden das gewünschte Motiv ab. Durch diese offenen Bereiche kann beim späteren Druck die Farbe hindurchtreten und das gewünschte Motiv auf das Produkt übertragen werden.
Siebdruck für Ihr Projekt:
Wir finden die passende Veredelung.
Sie sind noch nicht sicher, ob Siebdruck die richtige Veredelung für Ihren Werbeartikel ist?
Wir beraten Sie gerne und finden gemeinsam die passende Drucktechnik für Ihr Motiv, Ihr Produkt und Ihre Stückzahl.
Dabei berücksichtigen wir Ihre individuellen Anforderungen und zeigen Ihnen, welche Möglichkeiten für Ihr Projekt infrage kommen.
➤ Jetzt beraten lassen
➤ Werbeartikel entdecken